FAQ

Welche Medikamente können verblistert werden?

Grundsätzlich sind alle festen Darreichungsformen der Dauerverordnung blisterbar, jedoch gibt es auch hier immer Ausnahmen. Die Blisterbarkeit muss individuell durch die Qualitätskontrolle von multidos geprüft und eine Risikobewertung durchgeführt werden. Geteilte Tabletten, flüssige Arzneimittel wie Säfte, Tropfen oder auch Salben und Cremes können nicht verblistert werden.

Wie wird der Blister angewendet?

Die für eine Patienten produzierten Blister bilden einen Schlauch. In einer Entnahmebox aufbewahrt, ermöglicht dieser eine praktische Handhabung. Aus der Box werden die Blister Stück für Stück herausgezogen und an der Perforierung vom restlichen Schlauch getrennt. Wurde ein Blister abgetrennt, wird der nächste Einnahmezeitpunkt sofort lesbar.

Wie viele Tablettten befinden sich in einem Blister?

Im Blister befinden sich exakt so viele Tabletten, wie zu einem Einnahmezeitpunkt eingenommen werden sollen. Die Apotheke hat diese Medikamente auf Wechselwirkungen geprüft, sodass sie bedenkenlos zusammen eingenommen werden können. 

Was passiert, wenn sich die Medikation ändert?

Änderungen der Medikation durch den Arzt können von multidos in Zusammenarbeit mit der Apotheke innerhalb von 24 Stunden umgesetzt werden.

Können Beipackzettel eingesehen werden?

Beipackzettel können über das Webportal der multidos von Pflegefachkraft und Apotheke über einen passwortgeschützen Zugang jederzeit eingesehen werden.

Wie hygienisch ist das System?

Die verblisterten Medikamente sind hygienisch verpackt und vor Feuchtigkeit und UV-Licht geschützt. Gelagert werden sie in einer Box , aus der die einzelnen Blister leicht entnommen werden können. Selbstverständlich werden Aspekte, wie z.B. die Lichtempfindlichkeit eines Arzneistoffs schon während der Produktion berücksichtigt.

Auf welchen rechtlichen Grundlagen basiert die Verblisterung bei multidos?

Die Verblisterung und deren kontinuierliche Kontrolle erfolgt gemäß der EU-Standardnorm für pharmazeutische Herstellungsbetriebe und vorgeschriebenen GMP-konformen Arbeitsanweisungen, die durch die Gewerbeaufsicht genehmigt werden. das bedeutet höchste Hygienevorschriften , Produktions- und arbeitsmedizinische Sicherheit.

Wie sicher ist die maschinelle Verblisterung?

Bei multidos gilt - Doppelte Kontrolle hält besser 100%ige Arzneimittelsicherheit für Patienten durch: Automatisierung Qualitätskontrollen mit hochqualifiziertem Fachpersonal Alle Prozesse bei werden elektronisch kontrolliert. Der Produktionsprozess ist validiert und höchstmöglich automatisiert. Zusätzliche Qualitätskontrollen obliegen der persönlichen Verantwortung hochqualifizierter Mitarbeiter.

Pharmaverpackungen - Wie ist das generell bei der Wahl der Materialien

Generell wird im Pharmabereich zuerst immer geschaut, was das Arzneibuch vorschreibt, z.B. sollen Parenteralia in einer bestimmten Sorte Glas verpackt werden. Des Weiteren spielen die Adhäsion (Anlagerung von Wirkstoff aus dem Arzneimittel an die Verpackung), Interaktion (Unverträglichkeiten des Arzneimittels mit der Verpackung), die Migration (Wanderung von Bestandteilen ins/aus dem Packmittel) und die Permeation (Wanderung von äußeren Einflüssen ins Packmittel z.B. Feuchtigkeit oder Sauerstoff). Bei festen Arzneimitteln ist die Permeation von Luftfeuchtigkeit das wichtigste Kriterium bei der Auswahl. 

Verwenden wir schon nachhaltige Materialien - wenn ja, welche?

Wir verwenden eine mehrlagige Folie aus Cellophan und Polyethylen. Cellophan ist theoretisch kompostierbar. Aber die beiden Schichten lassen sich nur schwer voneinander trennen. Deshalb lassen sie sich so auch noch nicht recyceln. Wir sind stets auf der Suche nach einer komplett nachhaltigen Lösung und stehen hier mit unseren Partnern in regem Kontakt. Unsere Blisterverpackung ermöglicht eine Arbeitserleichterung für Pflegekräfte, Apotheken und Patienten und verhindert sogleich Falscheinnahmen und Dosierungsfehler. Der zunehmende Einsatz von nachhaltigen Materialien für die Blisterbeutel und die Einsparung von Verpackungsmaterial führt zu einer eindeutigen Reduzierung von Verpackungsmüll.

Wie behandelt unsere Branche das Thema „Nachhaltige Materialien“ ?

Im Moment wird in der Pharmabranche eher auf Produktschutz als auf Nachhaltigkeit gesetzt. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren vermutlich weiter ändern. Es ist im Moment leider noch sehr schwierig Kunststoff zu vermeiden. Nach unseren Recherchen ist es im Moment am sinnvollsten recyclingfähige Kunststoffe zu verwenden. Wir leisten durch den Einsatz von Schüttware oder Mehrdosenbehältnissen schon jetzt einen wesentlichen Beitrag bei der Vermeidung von Verpsackungsmüll. Arzneimittel, die wir als Schüttware bekommen, machen nachweislich weniger Müll als solche, die verblistert bei uns eintreffen.