Vorteile der Verblisterung

Die maschinelle Verblisterung steht für eine qualitativ hochwertige Medikamentenversorgung. Die hygienische, sichere und fehlerfreie Verpackung der Medikation sind wichtige Kriterien für die Arzneimittelgabe. Mit der Verblisterung gewinnen Pflegeeinrichtungen in diesen Bereichen signifikant an Qualität. Die hohen Anforderungen, die im Rahmen des Qualitätsmanagements gestellt werden, werden so unterstützt.

„Die Frage ist schon längst nicht mehr, ob zukünftig die Medikamente jedes Heimpatienten verblistert werden, sondern wann.”

Frank Niehaus

Geschäftsführer
multidos Hamburg GmbH

Mehr Patient. Mehr Apotheke. Mehr Zukunft: Mehrwert durch maschinelle Verblisterung

Das Thema der patientenindividuellen maschinellen Verblisterung wirft Fragen auf:

Der folgende Beitrag fasst relevante Fakten des Gesundheitsmarktes zusammen, beleuchtet die Situation der Apotheke vor Ort und bezieht eine klare Position:

Die Verblisterung stärkt die Position der Apotheke vor Ort und zahlt sich auf verschiedenen Ebenen für alle Beteiligten aus.

1. DIE FAKTEN

Ambulante und stationäre Pflege: ein nachhaltiger Wachstumsmarkt

Schon heute ist der erste Gesundheitsmarkt in Deutschland mit ca. 140 Mrd. € ein nachhaltiger Wachstumsmarkt. Für die stationäre und ambulante Pflege werden ca. 30 Mrd. Euro aufgewendet, in diesem Bereich sind ca. 1,3 Millionen Beschäftigte tätig.

Aktuell (2020) gibt es in Deutschland ca. 2,3 Millionen Pflegebedürftige. Bis 2030 werden es rund 3,4 Millionen sein. Viele von ihnen sind multimorbid und haben besondere Ansprüche an die Arzneimittelversorgung. Eine qualitativ hochwertige Pflege und Versorgung dieser Patienten werden in den nächsten Jahren die drängendsten Themen und eine enorme Herausforderung.

Gründe dafür sind der akute Personalmangel in der Pflege, Kostendruck durch die demographische Entwicklung und notwendige Investitionen in Innovationen des Gesundheitssystems. Diese Situation erfordert regulierende Maßnahmen vom Gesetzgeber und neue nachhaltige Lösungsansätze für die Versorgung von Pflegebedürftigen und Chronikern. Dabei ist vor allem die wachsende Zahl von multimorbiden Patienten eine Herausforderung: Je mehr Arzneimittel ein Patient nehmen muss, desto größer ist die Gefahr mangelnder Therapietreue. Dazu Dr. Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes (DHÄV): „Ab fünf verschiedenen Medikamenten tendiert die Einnahmetreue in Richtung Zufall."

Auf einen Blick: Zahlen & Fakten

  • 149 Mrd. Euro - Volumen Gesundheitsmarkt
  • 30 Mrd. Euro - Aufwand Pflege
  • 3,0 Millionen - Multimorbide Patienten
  • 2,3 Millionen - Pflegebedürftige (Prognose 2030: 3,4 Mio.)
  • 1,3 Mio. - Beschäftigte in der Pflege

In Zukunft: mehr multimorbide Patienten

Die Versorgung von multimorbiden Patienten steht erst am Anfang. Bereits heute erhalten 20 % der knapp 900.000 Patienten in Pflegeheimen ihre Arzneimittel in Schlauchblistern. Insgesamt beträgt die Zahl der multimorbiden Patienten ca. 3,0 Millionen. Diese Patienten erfordern in der Regel

  • eine komplexe Medikation
  • extensive Kosten für die ärztliche Betreuung, ambulant und stationär im Krankenhaus
  • einen intensiven Pflegebedarf bei gleichzeitigem akuten Fachkräftemangel

Schlüsselrolle: die Apotheke vor Ort und die Versorgung multimorbider Patienten

Die Apotheke vor Ort ist und bleibt das „Gesicht" und die wichtigste Schaltstelle für die Gesundheitsversorgung von Heimen und Patienten.

Die Versorgung multimorbiden Patienten wird für die Apotheke vor Ort zukünftig ein zentrales Thema sein. Sie hat hier einen unverzichtbaren Versorgungsauftrag zu leisten: ihn gilt es zu sichern und zu schützen. Denn die Apotheke vor Ort muss die wichtigste Schaltstelle für die Arzneimittelversorgung bleiben. In jedem Fall gilt es, Abwanderung von Patienten, insbesondere an den Versandhandel, zu verhindern.
Dies gelingt, wenn die Apotheke vor Ort ihren Dienstleistungsauftrag bestmöglich erfüllt: Wenn sie es versteht, durch ihr Alleinstellungsmerkmal – die persönliche Beratung – eine Sogwirkung für ihre Patienten zu erzeugen und zentraler Ankerpunkt für sie zu bleiben. Vor allem auch dann, wenn dies unter besonderen Herausforderungen, wie etwa komplexe Medikationen, erfolgen muss. Dabei kann sich die Apotheke digitalisierte Prozesse zunutze machen, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Dieses ist unersetzlich und nicht kopierbar – insbesondere nicht für den Versandhandel.

 

2. STÄRKER MIT PARTNERN

Die Apotheke vor Ort und das Blisterzentrum bilden die ideale Partnerschaft, um multimorbide Patienten in Heimen und ambulante Chroniker bestmöglich zu versorgen. Dabei übernehmen die Blisterzentren (Herstellungsbetriebe nach § 13 AMG) einen definierten Teil der Wertschöpfung. Dafür erhält die Apotheke ein Dienstleistungspaket, das ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit vor Ort stärkt. Sie kann sich als professioneller Partner mit höchsten Standards für die Patienten vor Ort bzw. für die Pflegeheime positionieren und im Wettbewerb differenzieren.

Wer macht was?

Die Apotheke vor Ort

  • ist und bleibt der professionelle Dienstleister und persönliche Ansprechpartner für die Pflegeheime und Patienten. Sie erhält ein wettbewerbsfähiges Angebot zur Patientenversorgung. Dies gründet sich auf automatisierte Prozesse und Skaleneffekte in der Produktion. Damit sichern sich Apotheke und Heime nachhaltiges Wirtschaften.

Das Blisterzentrum

  • agiert ausschließlich als B2B-Dienstleister für die Apotheke vor Ort.

Es entsteht kein zusätzlicher Wettbewerb für die Apotheke vor Ort.

Eine Partnerschaft, die nur Gewinner kennt:
Patient – Apotheke - Blisterzentrum

Die Partnerschaft zwischen Apotheke und Blisterzentrum ist gekennzeichnet durch die gemeinsame Wertschöpfung. Während die Apotheke sich als professioneller Partner für Heim und Patienten etabliert, wird ein Teil der Wertschöpfungskette durch das Blisterzentrum übernommen.

Auf einen Blick: Eine Partnerschaft, die sich für alle Seiten rechnet

Beispiel für eine Apotheke bei Einsatz eines Dienstleisters für maschinelle Verblisterung:

  • Umsatz: 104,0 
  • Gebühren: 3,0 
  • Wareneinsatz: 74,7 
  • KK-Rabatt: 3,0
  • Rohertrag: 29,4 
  • Personalkosten: 10,4
  • Verblisterung: 8,4
  • Sonstige Kosten: 0,5
  • Ergebnis: 9,6

(in Tsd.; Grundlage: Versorgung von ca. 900 Patienten resp. 10 Heime à 90 Patienten)

Der Nutzen für die Apotheke

Warum automatisierte Verblisterung?

Die digitalen und maschinellen Prozesse im Hintergrund unterstützen die Apotheke dabei, höchste Ansprüche ihrer Patienten an eine sichere und professionelle Arzneimittelversorgung zu erfüllen. Die professionelle Verblisterung reduziert Fehlerquoten bei komplexen Medikationsplänen und stellt die Versorgung von multimorbiden Patienten hochgradig sicher. Gleichzeitig schafft sie Erleichterung im Arbeitsalltag, sie ermöglicht mehr Raum für die persönliche Betreuung.

Auf einen Blick: So profitiert die Apotheke vor Ort von der maschinellen Verblisterung

Bestmögliche Versorgung multimorbider Patienten durch:

  • 100%ige Arzneimittelsicherheit
  • 100%ige Datensicherheit
  • 100%ige Versorgungsgarantie
  • 100%ige Transparenz und Sicherheit der Medikationspläne
  • 100%ige Kundenorientierung

Der Mehrwert für Heime

Eine der großen Herausforderungen des Gesundheitssystems ist der besorgniserregende Personalmangel in der Pflege. Die patientenindividuelle, maschinelle Verblisterung bietet dafür einen nachhaltigen Lösungsansatz.

Sie kann

  • den akuten Fachkräftemangel in Pflegeheimen und bei Pflegediensten durch Einsparung von Personalkosten abfedern
  • dem Personalmangel in der Pflege durch den Einsatz von Schlauchblistern eine konkrete Lösung entgegensetzen.

 

Wie sich Verblisterung für Pflegeheime auszahlt

 Wird die Medikation von Patienten in Pflegeheimen von maschineller Verblisterung unterstützt, ergibt das ein Einsparpotenzial von 1,1 Stunde pro Heimbewohner / Monat. Anders ausgedrückt: Hoch gerechnet auf ca. 140 Patienten bedeutet das die Ersparnis einer Vollzeitstelle.

„Wir haben zu wenig Personal in der Pflege, und ihre Arbeitsbelastung ist viel zu hoch."
(Karl Lauterbach; siehe auch: Studie Professor Karl Lauterbach 2007)

Verblisterung senkt nicht nur die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals, sondern schafft mehr Kapazitäten für eine hochwertige Betreuung der Pflegeheimbewohner.

Der Nutzen für das Gesundheitssystem

Die maschinelle Verblisterung empfiehlt sich damit für ein effizientes Gesundheitssystem.

Denn sie:

  • stellt eine hochwertige, flächendeckende und wirtschaftliche Versorgung sicher
  • sichert nachhaltig Finanzierbarkeit durch Automatisierung und Skaleneffekte
  • macht die angebotenen Dienstleistungen bundesweit verfügbar, inkl. der notwendigen Redundanzen

Verblisterung: individuell, maschinell, digital

Die maschinelle Verblisterung ist ein zentrales Element in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Sie stützt vollautomatisierte Prozesse mit herausragenden Qualitäts- und Kontrollstandards. Damit zeigt sie beispielhaft, wie sich die Digitalisierung sowohl für die Apotheke vor Ort als auch für die Pflegeheime bezahlt macht.

Reduzierung Personalaufwand in der Pflege durch Einsatz von Schlauchblistern:

Maschinelle Verblisterung birgt ein hohes Potenzial, um den Alltag in Apotheke und Pflegeheimen zu automatisieren und zu vereinfachen. Sie stützt sektorübergreifend die Zusammenarbeit im Gesundheitssystem durch digitalisierte Prozesse.

In Zeiten der Pandemie: Nutzen der patientenindividuellen, maschinellen Verblisterung

Besonders die Covid-19 Pandemie hat die Vorteile der patientenindividuellen maschinellen Verblisterung greifbar gemacht. Der Betreuungsaufwand für multimorbide Chroniker ist in einer Pandemiesituation besonders hoch. Es geht darum, besonders schützenswerte Risikopatienten mit höchster Sicherheit und Qualität zu versorgen. Der Einsatz von patientenindividuellen maschinellen Schlauchblistern erweist sich hier als besonders geeignet, zumal der notwendige Kontakt bei der Arzneimittelgabe auf ein Minimum reduziert wird.